Unruhe – Nervosität – Angst!

Nebel – und immer wieder diese Schreie!

„Alexis … Alexis … Alexis“

„Nein geh weg! Lass mich in Ruhe“

„Alexis? Alexis? Mach sofort das du hierherkommst … du Taugenichts … du bist zu blöd, um eine einfache Arbeit zu verrichten … Alexis du Schlampe“
Wild um sich schlagend versucht sie zu entkommen. Raus aus dem Nebel. Raus aus der Hölle.

„Nein … Nein“, hört man sie schreien und dann … da! Endlich! Licht am Ende des Tunnels.

Schweißgebadet wachte Alexis auf und rang nach Luft. Sie setzte sich in ihrem Bett auf, als auch schon das Licht anging und Marcella, eine Freundin von ihr in ihr Zimmer gestürmt kam.

„Oh Gott Alexis, was ist passiert?“

„Er war wieder da! Marcella er wird mich finden, und dann tötet er mich.“

„Pssst keiner wird dich töten. Er wird dich auch nicht finden. Du bist in Sicherheit. Hierher hat es noch kein Mann geschafft der seine Frau misshandelt hat. Wir stehen das gemeinsam durch. Es wird alles wieder gut.“

„Ich hoffe es. Ich habe solche Angst“, antwortete Alexis und legte sich erschöpft auf ihr Kissen.

„Glaub mir. Wenn erst der Prozess gemacht wurde, dann sperren sie ihn weg und er kann weder dir noch einer anderen Frau wieder weh tun“.

„Hoffentlich!“

Alexis und Finn waren gerade mal acht Wochen verheiratet als sie das erste Mal den „anderen“ Finn kennen lernte. Sie kam gerade vom Einkaufen zurück und begrüßte ihren Mann lächelnd mit einem „Hallo Schatz“ als er ihr eine schallende Ohrfeige verpasste. Erschrocken und wie vom Blitz getroffen stand sie vor ihm und wusste nicht, was da gerade passiert war.

„Was …?“

„Halt einfach nur deine Schnauze. Habe ich dir nicht oft genug gesagt, dass wenn ich nach Hause komme, möchte ich mein Essen und meine Zeitung genau hier auf diesem Tisch.“

„Ja aber …“

„Kein aber … Ich kam nach Hause und es war weder meine Frau, noch was zu essen da“.

„Schatz es tut mir leid, aber wir hatten nichts mehr im Kühlschrank und …“

„… Deine scheiß Ausreden interessieren mich nicht“, brüllte Finn und erhob die Hand.

„Nein! Bitte nicht nochmal … ich kümmere mich gleich … Aaahhhh!“

„Einen Scheiß wirst du“, brüllte Finn erneut, während er Alexis die Kleider vom Leib riss, seine Hose öffnete und sie auf dem Esszimmertisch brutal vergewaltigte.

„Ich hoffe, es war dir eine Lehre“, sagte er zu ihr, als er fertig war. Ohne sich auch nur zu entschuldigen, drehte er sich um ging zur Tür hinaus, während Alexis ihre zerrissenen Kleider zusammenraffte und weinend ins Badezimmer ging. Was war in ihren Mann gefahren? Er hatte sie bisher noch nie geschlagen oder geäußert, dass er auf härteren Sex steht. Aber dies war ja auch kein normaler harter Sex. Dies war eine Vergewaltigung. OK, er hatte ihr während des Geschlechtsverkehrs schon mal auf den Hintern gehauen, aber niemals mit voller Wucht und so voller Wut.

 

Blutend und ohne Bewusstsein lag sie zusammengerollt in einem winzigen Loch. Ihr Gesicht war grün und blau und überall hatte sie Platzwunden.

„Ich habe sie … Alexis? Diese Ratte, was wollte er nur tun? Sie endgültig aus dem Weg schaffen?“

„Lebt sie noch?“, fragte der Polizist über Tabea´s Schulter hinweg.

„Ich glaube schon. Aber ich sehe, das sie kaum noch atmet.“ Über Funk an die Leitstelle wurden der Krankenwagen und der Notarzt alarmiert.

„Olaf, wir haben Sie. Sie lebt, aber der Puls ist schwach. Leg ihm Handschellen an und verfrachte ihn ins Auto. Der kommt zum Haftrichter“. Alexis war in Sicherheit.

Zwanzig Minuten später wurde Alexis auf einer Trage aus dem Haus geschoben. Sie lag auf einer Vakuummatratze und ihr Kopf war fixiert, denn sie könnte Schäden an der Wirbelsäule haben.

„Ich werde mit ihr fahren“, sagte Tabea zu den Beamten und stieg mit in den Krankenwagen, während die beiden Beamten sich noch berieten, wie es nun weitergehen würde. Sie konnten es nicht fassen. In ihrem Arbeitsalltag sahen sie viel, doch Gewalt an Frauen nahm sie besonders mit.

„Sagten Sie nicht, Sie wollten zum Baumarkt?“

„Wollte ich ja auch“.

„Ihre Knöchel sind nicht vom verspachteln blutig, sie haben ihre Frau misshandelt. Wie konnten Sie nur? Eine wehrlose Frau zu misshandeln. Haben Sie keinen in Ihrer Statur gefunden?“

„Pff! Die Schlampe hat es doch nicht anders verdient! Die blöde Kuh ist wie alle anderen“.

„Wie alle anderen? Was wollten Sie denn nun tut?“

Finn sah dem Beamten an und fing an zu lachen.

„Ein paar Stunden später und ihr hättet sie nie wieder gefunden. Ein bisschen Schnellbeton und die Schlampe wäre Geschichte! Genau wie alle anderen. Geschichte!“
Die Polizisten waren schockiert über Finn Aussage.

„Schaff den Kerl ins Präsidium. Ist ja widerlich. Vor allem müssen wir herauskriegen, was er mit „alle anderen“ meinte. Eventuell gibt es noch mehr Opfer“.

„Das wäre … Dann hätten wir einen Serienkiller dingfest gemacht!“

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