Lennox

„Guten Morgen!“, flöten meine Angestellten mir zu als ich das Gebäude betrete. Im Normalfall gehe ich meist durch den Personaleingang hinein, doch ab und an verschlägt es mich in die Produktion wo der Duft von Kunststoff und flüssigem Latex meine Atemwege füllt.

„Guten Morgen Herr Kelsey. Kann ich Sie später vielleicht mal sprechen?“

„Ja klar! Jederzeit. Melde dich einfach bei Kiki an“, antworte ich ihr und begeben mich in mein Büro im ersten Stock. Von hier aus kann ich alles überblicken. Das Repertoire, das ich habe ist nicht zu übersehen. Ich bin der Besitzer einer der bekanntesten Fabriken zur Herstellung von Sex Toys, worauf ich ehrlich gesagt sehr stolz bin. Noch viel zu gut kann ich mich an das Gesicht meines Vater erinnern, als ich ihm sagte, das ich mich in die Unterhaltungsbranche einkaufe.

„Du willst was?“

„Ich eröffne eine Fabrik für Sex-Toys!“

„Bist du verrückt geworden? Für was habe ich dich Bauwesen studieren lassen? Das du jetzt Schmuddelkram produzierst. Lennox, hör auf mit dem Scheiß und werde vernünftig!“

Ich bin vernünftig geworden und beliefere mittlerweile ein Dutzend Läden und bin einer der reichsten Junggesellen. Das Klopfen an meiner Tür reißt mich aus meinen Gedanken.

Cécile

Ach du Schande. Lennox war ein Traum in Menschengestalt. Muskulöse, schlanke Figur, mittellange graue Haare, die an den Seiten und hinten rasiert waren. Und er trug einen Dreitage Bart. Heiliger Bimm-bamm … wenn das mein Chef sein oder werden soll, fresse ich einen Besen! Ich bin völlig von der Rolle, dass ich nicht mal mitbekomme wie ein Cappuccino brauner Grand Cherokee Jeep langsam neben mir herfährt und jemand meinen Namen ruft.

„Frau Marchand! Hey … warten Sie!“

Ich drehe meinen Kopf und sehe … oh nein! Lennox Kelsey!

Shit!

„Herr Kelsey! So ein … Zufall!“, grinse ich leicht verlegen.

„Kann ich Sie mitnehmen?“

„Nein … schon ok. Ich wohne … gleich über der Brücke!“

„Das sind noch fünf Kilometer. Wieso sind Sie zu Fuß unterwegs? Wo ist ihr Auto?“

„Ich habe den Bus verpasst und … da laufe ich eben!“

„Steigen Sie ein. Ich fahre Sie nach Hause“.

„Nicht nötig echt …“.

„Jetzt steigen Sie endlich ein. Es wird dunkel und ich hätte ein schlechtes Gewissen, wenn ich Sie da allein herumlaufen ließe“.

Na schön, denke ich mir und öffne die Tür ehe ich mich auf den Beifahrersitz setze.

„Danke“.

„Keine Ursache“, sehe ich ihn grinsen als er den Blinker setzt und losfährt.

Lennox

„Hallo!“, brülle ich in mein Handy als es spät am Abend klingelt. Ich sitze im Dunkeln auf meinem Sofa und starre in die Nacht hinaus, während der Mond sich langsam hinter einer Wolke versteckt.

„Alter … Meine Fresse! Was ist nur los mit dir? Also entweder du bist blind oder resistent auf Frauen. Die ist mega heiß und allein schon ihr Name … Cécile … wow!“

„Was willst du John? Schläft deine Errungenschaft Cécile, oder warum ruft du mich an?“

„Ich weiß nicht, ob sie schläft. Ich habe sie vor einer Stunde nach Hause gebracht“.

„Du hast sie … ? Ihr habt nicht …?“

„Nein! Erzähl mir, was zwischen euch läuft?“

„Nichts. Was soll da laufen?“

„Lennox, verarschen kannst du dich allein. Sie hat mich den ganzen Abend nach dir ausgefragt. Ich hätte sie gern flachgelegt, aber der Gedanke wenn ich in sie eindringe und sie an dich denkt, machte mich irre! Von wegen Mauerblümchen“.

Schlagartig war ich hellwach.

Cécile hat sich über mich erkundigt? Sie wollte mehr über mich erfahren? Ich spüre wie ich hart werde und sich ihr Gesicht in mein Hirn projiziert. Oh Fuck! Mit der Hand fahre ich mir über mein Gesicht. Ein Grinsen huscht mir über meine Lippen.

„Was hat sie noch gesagt?“

„Sag mal … hör doch zu. Seit ihr scharf aufeinander?“

„Was? Nein! Sie ist meine Angestellte und vollkommen tabu“.

„Ey Alter, lüge dich selber an. Gute Nacht!“

„Ja ok!“, antworte ich und lege auf. Wir kennen uns seit mittlerweile vier Wochen. Der Monat ist um und sie hatte die Chance sich zu beweisen. Sie hat sich bewiesen.

Cécile macht einen guten Job und sie törnt mich an. Ich bin so was von am Arsch!

Cécile

Langsam öffne ich meine Augen. Ich liege auf dem Sofa im Wohnbereich und bin allein. Mein Blick fällt auf den Tisch, wo vor kurzem noch ein Koffer mit Sex-Toys stand, doch dieser war nun weg. Ebenso wie Lennox. Ich hatte einen absolut heißes Traum indem er mich mit einem Toy befriedigte. Ein Grinsen huscht mir ins Gesicht und ich versuche mich aufzusetzen. Meine Beine fühlen sich an als seien sie aus Wackelpudding. Ich muss ins Badezimmer mich frisch machen, beim Aufstehen spüre ich, dass mein Höschen … es ist feucht.

Oh mein Gott! Es war also doch kein Traum, das ich von ihm befriedigt wurde. Erschrocken blicke ich mich im Zimmer um. Die Tür zu seinem Bereich ist geschlossen und ich ermutige mich anzuklopfen. Lennox öffnet mit einem Handtuch um die Hüften und nasser Haut. Ein Hauch von Zitrone oder Limone kommt mir entgegen. Mein Blick gleitet von unten nach oben und bleibt schließlich in seinen Augen hängen. Lustvolles Verlangen spiegelt sich darin, ehe er zu grinsen beginnt.

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